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	<title>narratio.de :: Kulturjournalismus und Kulturtexte</title>
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	<description>Hier schreibt Aneka Schult über Kunst, Kultur und Kabarett. Die Autorin arbeitet als freie Journalistin in Norddeutschland.</description>
	<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 09:57:50 +0000</pubDate>
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		<title>Kalter Norden spielt im Team</title>
		<link>http://www.narratio.de/2009/02/06/kalter-norden-spielt-im-team/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 08:53:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ans</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>

		<category><![CDATA[Kunst regional]]></category>

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		<description><![CDATA[Ausstellung "Auf der Spitze des Eisbergs. Neue Fotografie aus Finnland" im Kunstmuseum Wolfsburg]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ausstellung &#8220;Auf der Spitze des Eisbergs. Neue Fotografie aus Finnland&#8221; im Kunstmuseum Wolfsburg - In einer weiteren länderspezifischen Fotografieausstellung, die unter der Schirmherrschaft des Botschafters von Finnland, Seiner Exzellenz Harry Helenius steht, präsentiert das Wolfsburger Kunstmuseum sechs Positionen der &#8220;Helsinki School&#8221;.<br />
<span id="more-24"></span></p>
<p><img src="/upload/kolehmainenxs.jpg" alt="Kolehmainen" align="left" /> WOLFSBURG. Kühle Konzeptionalität und stille Emotionalität seien die beiden Koordinaten, zwischen denen sich die Ausstellung &#8220;Auf der Spitze des Eisbergs. Neue Fotografie aus Finnland&#8221; im Wolfsburger Kunstmuseum bewegt. So umriss es Museumsleiter Markus Brüderlin.</p>
<p>Das &#8220;ideelle Dach&#8221;, unter dem sich die sechs gezeigten fotografischen Positionen sammeln, wie es Rita Werneyer, Leiterin Kommunikation im Kunstmuseum, nannte, ist die &#8220;Helsinki School&#8221;, eine Gruppe von Künstlern, die an der University of Art and Design in Helsinki gelehrt oder studiert haben.</p>
<p>Wenn heute von einer Schule die Rede ist, wittern Kunstinvolvierte schnell einen Marketing-Hype. Andererseits gab und gibt es Künstler, so das Fotografen-Ehepaar Becher, die sich von einer Gruppenidentität bewusst distanzieren. Den finnischen Künstlern, das zeigten die Gespräche, geht es jenseits allzeit brauchbarer Vermarktungsmechanismen vor allem um die Arbeit im Team, nach dem Motto: &#8220;I am because we are.&#8221; Die Potentiale, die im gegenseitigen Austausch stecken, dominieren.</p>
<p><img src="/upload/leppaelaexs.jpg" alt="Leppaelae" align="left" /> Dabei lässt sich nach einer künstlerischen Hauptlinie in den ausgestellten 89 Arbeiten suchen. Eher sei es &#8220;the attitude&#8221;, eine gewisse Grundhaltung, innere Einstellung, die die Mitglieder der Helsinki School als &#8220;verwandt&#8221; auszeichnet. Kurator Holger Broeker hat die ausgewählten Fotografien in drei Kategorien eingeteilt. Die Werke von Pertti Kekarainen und Ola Kolehmainen hantieren mit der Wahrnehmung von Architektur. Kekarainen erkundet Räume, dringt vor in die gläserne Dreidimensionalität, wobei er auch die malerische Membran durchbricht. Seine die Ausstellung eröffnenden Werke aus der &#8220;TILA&#8221;-Serie erinnern, diffus zwar, doch neoplastisch an Mondrians Bildräume. Kolehmainen sieht in der Architektur das Rohmaterial für seine minimalistischen Bildtransformationen. Eine Arbeit erwarb das Museum für seine Sammlung.</p>
<p>Anni Leppälä und Pernilla Zetterman nähren ihre Werke mit der eigenen Biografie. So fängt Leppälä auf poetische Weise private wie zeitentrückte Augenblicke ein, fasziniert von der Magie des gewesenen Moments.</p>
<p>Joakim Eskildsen hat für ein Buchprojekt, gemeinsam mit seiner Frau, der schwedischen Autorin Cia Rinne, Romas in sieben Ländern aufgesucht, Tiina Itkonen hat die eisige Einsamkeit der Eskimos in Grönland stillgestellt. </p>
<p>Zu sehen im Kunstmuseum Wolfsburg, Hollerplatz 1, bis zum 24. Mai 2009, dienstags 11 bis 20 Uhr, mittwochs bis sonntags, 11 bis 18 Uhr.</p>
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		<title>Künstlerische Sedimente: Das Gestische und die Kontur</title>
		<link>http://www.narratio.de/2008/12/05/kunstlerische-sedimente-das-gestische-und-die-kontur/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Dec 2008 09:42:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ans</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>

		<category><![CDATA[Kunst regional]]></category>

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		<description><![CDATA[Ausstellung des Künstlerpaares Dagmar und Thomas Helmbold in Galerie Im Haesler Haus - In zarter Gebrochenheit kommunizieren die Arbeiten von Dagmar und Thomas Helmbold mit ihrem Umraum, der "Ikone der Moderne", dem "Wallfahrtsort Haesler Haus", wie es der Kunstkritiker aus Hannover, Michael Stoeber, anlässlich der Ausstellung in der Galerie von Walter Jochim nannte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ausstellung des Künstlerpaares Dagmar und Thomas Helmbold in Galerie Im Haesler Haus - In zarter Gebrochenheit kommunizieren die Arbeiten von Dagmar und Thomas Helmbold mit ihrem Umraum, der &#8220;Ikone der Moderne&#8221;, dem &#8220;Wallfahrtsort Haesler Haus&#8221;, wie es der Kunstkritiker aus Hannover, Michael Stoeber, anlässlich der Ausstellung in der Galerie von Walter Jochim nannte.<span id="more-23"></span></p>
<p><img src="/upload/helmboldxs.jpg" alt="Helmbold" align="left" />CELLE. In ihrer zarten Gebrochenheit nehmen sie den Dialog mit dem Umraum auf. Durch Inkorporation ehrwürdiger Zitate, so von Ausrissen aus Leonardo da Vincis &#8220;Codex Atlanticus&#8221;, erweisen sie dem Universalgenie und Beschwörer der Einheit von Kunst und Wissenschaft ihre Referenz. Sie rekurrieren auf eine Kunstära, in der Universalansprüche noch erhoben wurden. Längst aber hätten uns T. S. Eliots Worte eingeholt: Was wir in Händen hielten sei &#8220;just a heap of broken images&#8221;, nur noch ein Haufen zerbrochener Bilder.</p>
<p>Mit diesen Gedanken führte Michael Stoeber, Kunstkritiker aus Hannover, ein in die Ausstellung von Thomas Helmbold, die in der Galerie Im Haesler Haus zu sehen ist. (Helmbold-Arbeiten findet man nebenbei auch in Congress Union und Fürstenhof). Thomas Helmbold sei aber nicht der Urheber allein. In Zusammenarbeit mit Ehefrau Dagmar Helmbold sind die Werke entstanden. Stoeber erinnerte an Künstlerpaare wie Gilbert &#038; George, Christo und Jeanne-Claude oder Rodin und Camille, die gleichberechtigt ihr OEeuvre schufen. Seit zehn Jahren entwickeln die Helmbolds ihre vierhändigen Arbeiten, vornehmlich Materialbilder, Collagen. </p>
<p>Dagmar Helmbold kommt von der Fotografie, der 1952 in Dachrieden, Thüringen geborene Thomas Helmbold von der Malerei, besonders vom Zeichnerischen. Im Studium in Hannover sowie in Braunschweig als Meisterschüler bei Professor Roland Dörfler prägte er seine Handschrift, die skripturale Artikulation, aus. Erst im ständigen Austausch beider entstünden jene archäologisch anmutenden Werke, die mit Abstraktem wie Figurativem jonglieren. Ähnlich abblätternden Fresken geben sie filigrane Andeutungen, zeichenhafte Konturen neben, über oder unter gestischen Sedimenten preis. Das Gewachsene, spontan oder prozessual Geschichtete entsteht nicht zuletzt durch in die feuchte Farbe eingedrücktes und wieder abgezogenes Japanpapier. Die Knitterstrukturen in Verbindung mit der reduzierten Farbpalette aus Blautönen, hellen Grauvarianten, Bolusrot und anderen erdigen wie kalkigen Farben erinnern an gekalkten Putz, abbröselnde Wände.  </p>
<p>Stoeber: &#8220;Für mich ist dies die gelungenste Ausstellung, die beide je hatten.&#8221; Auch weil der Dialog funktioniere zwischen eklektizistischer Arbeit und puristischer Hülle, dieser &#8220;Ikone der Moderne&#8221;, dem &#8220;Wallfahrtsort Haesler Haus&#8221;.  </p>
<p>Zu sehen in der Magnusstraße 5 bis 12. Januar, dienstags bis freitags 14 bis 18 Uhr, sonnabends, 11 bis 16 Uhr.</p>
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		<title>Exhibitionismus wie durchs Schlüsselloch</title>
		<link>http://www.narratio.de/2006/11/27/exhibitionismus-wie-durchs-schlusselloch/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Nov 2006 16:08:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ans</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kunst regional]]></category>

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		<description><![CDATA[Massenmörder Haarmann im Ein-Personen-Stück in Kunsthalle Jutz 
WESTERCELLE. &#8220;Ich hab doch solche Schmerzen. Kopfschmerzen. Ich muss mal wieder ´n Jungen haben&#8221;. Der Satz wirkt alles andere als antiquiert. Bewältigt. Was man früher verschwieg, zählt heute zu den Hot News der Medienwelt. 
Fritz Haarmann, der Massenmörder aus Hannover, der seine Opfer zerstückelte, aß oder in die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Massenmörder Haarmann im Ein-Personen-Stück in Kunsthalle Jutz </p>
<p>WESTERCELLE. &#8220;Ich hab doch solche Schmerzen. Kopfschmerzen. Ich muss mal wieder ´n Jungen haben&#8221;. Der Satz wirkt alles andere als antiquiert. Bewältigt. Was man früher verschwieg, zählt heute zu den Hot News der Medienwelt. <span id="more-10"></span></p>
<p><img src="/upload/haarmann1.jpg" width="150" height="200" alt="" align=left />Fritz Haarmann, der Massenmörder aus Hannover, der seine Opfer zerstückelte, aß oder in die Leine warf, ist nicht tot. Er lebt weiter unter uns.  </p>
<p>Am Freitag wurde das Schauspiel &#8220;Das waren doch nur Pupenjungs&#8221; von und mit Georg Menro in der Kunsthalle Jutz aufgeführt und ging gewaltig unter die Haut. Nicht, weil Menro in der atemberaubenden Rolle als Haarmann den Mörder anklagt, sondern in fiktiven Selbstgesprächen, mit Originalmaterial, das psychische Konstrukt Fritze entlarvt. In starken, dichten, ergreifenden Monologen exhibitioniert sich eine Psyche, die Mitleid erweckt. So grauenvoll die Taten sind, die Menro mit wenigen Requisiten schildert, dass einem das Blut gefriert, sie rühren uns an. Überzeugt, ein herzensguter Mann zu sein, der Jungen von der Straße zu sich nahm, weil sie es wollten, der gern küsste und &#8220;polierte&#8221;, aber nie gegen den Paragraphen 175 verstieß, weiß um seine zwei Seelen, aber auch um die Doppelmoral der Welt. Hohe Herren hätten ihn um Jungs gebeten, noble Offiziere brachten Abertausenden den Tod. Haarmann aber, der seine Mutter liebt und die Jungs oft wegschickte, bevor er wieder &#8220;seine Tour&#8221; bekam, will den Prozess. &#8220;Köppen soll´n se mich. Dann is Ruh.&#8221; </p>
<p><img src="/upload/haarmann2.jpg"  alt="" align=left />Ein wirklich sehenswertes Stück. Die karge Kulisse, Fritzens geliebte Gefängniszelle, spielt mit der intimen Nähe zum Publikum. Unbehagen macht sich breit. Bedrohliches Ausgeliefertsein. Voyeuristisch verfolgt man den teils in Ketten gelegten, sein Ich reflektierenden Kranken. Er schreit, weint, wird beobachtet wie durchs Schlüsselloch. </p>
<p>Bemerkenswert, wie Menro die Gefühle seiner Beobachter durcheinander bringt. Von der anfangs mit ins Stück geschleiften Vorverurteilung über Mitleid, Ekel, Abscheu, selten Hass, melden sich Gedanken an, die vielschichtig und aufwühlend sind. Als gut bezeichnet sich Haarmann und spricht nebenbei von den Schädeln in der Leine. Auf Kirchenlieder und Gebet folgt, als dramaturgische Steigerung, wiedererinnertes Leichensezieren, schaurig nachgestellt. Authentisch, ausdrucksstark und sprachecht hat Menro Haarmanns Dämonen belebt. Hut ab vor der unaufdringlich eindringlichen Schauspielkunst. Gastspiele unter (0171) 85 40 567.</p>
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		<title>Michael Krebs legt mit Kleinkunst-Rock´n´Roll Damen übers Klavier</title>
		<link>http://www.narratio.de/2006/11/23/michael-krebs-legt-mit-kleinkunst-rocke28099ne28099roll-damen-ubers-klavier/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Nov 2006 16:42:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ans</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Disch is der Blues&#8221; erklärte der Schwabe in der Kartoffelscheune auf Wietfeldts Hof 
Von Aneka Schult
BENNEBOSTEL. &#8220;Disch is der Blues&#8221; und als solcher ein &#8220;urschäbsches Phänomen&#8221;, erklärte Michael Krebs und untermalte die Worte am Klavier in der Kartoffelscheune auf Wietfeldts Hof. Desch is nämlisch so. Wenn der Schwabe aus dem Dörfli tapst und die Landesgrenze [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Disch is der Blues&#8221; erklärte der Schwabe in der Kartoffelscheune auf Wietfeldts Hof <span id="more-16"></span></p>
<p>Von Aneka Schult</p>
<p>BENNEBOSTEL. &#8220;Disch is der Blues&#8221; und als solcher ein &#8220;urschäbsches Phänomen&#8221;, erklärte Michael Krebs und untermalte die Worte am Klavier in der Kartoffelscheune auf Wietfeldts Hof. Desch is nämlisch so. Wenn der Schwabe aus dem Dörfli tapst und die Landesgrenze übertritt, packt ihn der Blues. Krebs wird es wissen, den Exilschwaben hat es nach Hamburg verschlagen.   </p>
<p><img src="/upload/krebs1.jpg" width="220" alt="" align=left />&#8220;Vom Wunderkind zum Spätentwickler&#8221; hieß es am Freitagabend, nur ganz klar war nicht, wo man Krebs einordnen soll. So, wie er sein Publikum, besonders das weibliche und ganz besonders Tina um den kleinen Finger zu wickeln verstand, konnte das sympathische &#8220;Sexsymbol der jungen deutschen Rock´n´Roll-Generation&#8221; nur ein Wunderkind sein. Wenn er jedoch mit großen Augen von seiner Mutter und ihren Spätzle sprach, war man geneigt, in ihm letzteren zu sehen. Begann das Büble nun von seinem Dörfli Neu-Kupfer zu erzählen, war es wieder wunderbar.</p>
<p>Kurz und gut: Krebs bot ein warmes Programm, das sich von anderen erfrischend unterschied und das eigentlich seinem Vorbild Richard Clayderman gewidmet ist. Im sexy Leopardenhemd tigerte er auf der Bühne herum bis zu dem Augenblick, in dem er Tina zu sich bat. Ab da mimte er den Löwen und liebte es zugleich, das handzahme Kätzchen zu sein. Schnurrend hievte er die angebetete &#8220;Badenserin&#8221; per Hexenleiter auf seinen Flügel, damit sie sich dort für ihn auf dem ausgebreiteten Fell etwas räkeln kann. Halt. Es blieb alles im grünen Bereich. Charmant, heiter, gesellig. Bei einem Schlückchen Schampus und gedämmtem Licht. Sanfte Vibrationen hörte man den Tönen dennoch an. </p>
<p>Ob Krebs nun Schweinkram sang, von missratenen Körperteilen oder über Melanie, sein Clayderman-Medley, in dem er Musikklassiker quer durch den Gemüsegarten verwurstete, auf der Suche nach Passagen aus der &#8220;Ballade pour Adeline&#8221; oder seinen &#8220;Hausverbot bei Aldi&#8221;-Song, Schlager-Persiflagen, den Hit von den einsamen Strümpfen oder von &#8220;Peter Primmichs Pubertät&#8221; - die Stimmung lag nie lahm. Dank des schwäbisch-natürlichen Charmes und des offenen Humors von Krebs haben sich die Gäste prächtig amüsiert. Auch hat der studierte Musikus stimmlich einiges drauf. Manchmal schien es, Peter Kraus schluchzt sich durch die Noten. Dass zudem ein Namens-Doppelgänger anwesend war, Michael Krebs aus Wienhausen, ursprünglich Heilbronn, setzte der Komik die Krone auf.      </p>
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		<title>Interviewpartner führen die ganze Zeit Krieg</title>
		<link>http://www.narratio.de/2006/11/23/interviewpartner-fuhren-die-ganze-zeit-krieg/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Nov 2006 16:40:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ans</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[Ulf Goerke über seine &#8220;Interview&#8221;-Regie im Kleinen Haus 
Theo van Gogh. Ein Name, der bewegt. Sein vorletzter Film &#8220;Das Interview&#8221; - nach dem letzten Film erlag der Niederländer 2004 einem Attentat - wurde von Stephan Lack übersetzt und für die Bühne bearbeitet. Im Kleinen Haus des Braunschweiger Staatstheaters wird es heute um 20 Uhr aufgeführt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ulf Goerke über seine &#8220;Interview&#8221;-Regie im Kleinen Haus </p>
<p>Theo van Gogh. Ein Name, der bewegt. Sein vorletzter Film &#8220;Das Interview&#8221; - nach dem letzten Film erlag der Niederländer 2004 einem Attentat - wurde von Stephan Lack übersetzt und für die Bühne bearbeitet. Im Kleinen Haus des Braunschweiger Staatstheaters wird es heute um 20 Uhr aufgeführt. Aneka Schult führte mit Regisseur Ulf Goerke ein Interview über &#8220;Das Interview&#8221;. <span id="more-15"></span></p>
<p><img src="/upload/interview1.jpg" width="220" alt="" align=left />Theo van Gogh gilt als Enfant-terrible-Regisseur. Sein letzter Film brachte ihm den Tod. Wie provokativ ist &#8220;Das Interview&#8221; von ihm und Theodor Holman?</p>
<p>Mit dem Film &#8220;Submission&#8221;, den van Gogh in Zusammenarbeit mit der Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali realisierte, hat unser Stück wenig zu tun. Viel mehr beschäftigt van Gogh die Medienwirklichkeit und deren Reflexion. </p>
<p>Der politische Redakteur Pierre soll spontan die Schauspielerin Katja interviewen, ausgerechnet, wenn das Kabinett zurücktritt. Unlust. Frust. Ein verbaler Schaukampf beginnt. Was reizt Sie daran? </p>
<p>Zwei Weltanschauungen treffen aufeinander. Keiner ist am Menschsein des anderen interessiert. Nur das Image zählt. Genauso habe ich das Stück aufgebaut. Es beginnt mit zwei Klischeefiguren. Zunehmend folgt der Abbau in die menschliche Psyche. Aber eigentlich führen beide die ganze Zeit Krieg. </p>
<p>Wie wird die ständig steigende Spannung auf der Bühne umgesetzt? Im Film gibt es mit Shot und Gegenshot ganz andere Mittel.</p>
<p>Das ist richtig, aber ich bin ein Regisseur, der stark auf das Schauspiel setzt. Ich habe versucht, Handlungsstränge herauszukristallisieren, psychologische Vorgänge theatral zu vergrößern. Auch spielt alles an einem abstrakten Ort. Es geht nicht um Kaffeeklatsch, sondern um die Frage, was das für gesellschaftliche Vertreter sind. </p>
<p>Sie inszenieren in Braunschweig als Gastregisseur. Was machten sie davor? </p>
<p>Letztes Jahr habe ich meine Regieausbildung abgeschlossen, war am Hamburger Schauspielhaus und habe im Münchner Theater Halle 7 &#8220;Vaterlos&#8221; inszeniert. Mit meiner Diplominszenierung &#8220;Der Mann ohne Vergangenheit&#8221; war ich in Sachsen-Anhalt bei den Theatertagen.  </p>
<p>Und nach dem &#8220;Interview&#8221;? Gibt es schon Pläne?</p>
<p>Im Frühjahr werde ich &#8220;Hamlet&#8221; in Stendal inszenieren, danach in Nürnberg wohl auch einen Klassiker.</p>
<p>Zur Person:<br />
1969 wurde Ulf Goerke in Ratingen geboren.<br />
Nach der Schauspielausbildung in Hamburg und diversen Engagements begann er sein Regiestudium an der Hochschule für Schauspielkunst &#8220;Ernst Busch&#8221; in Berlin und Abschluss als Diplomregisseur für Schauspiel und Oper an der Theaterakademie München.</p>
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